Kriminologisches Forum

Das Kriminologische Forum findet jährlich gegen Ende des Wintersemesters und in Kooperation mit dem Zentrum für interdisziplinäre Forensik an der JGU statt und will einen Beitrag leisten zu Austausch und gegenseitiger Befruchtung von Wissenschaft und Praxis auf dem Gebiet der Strafrechtspflege, Kriminologie und Kriminalpolitik.

Die Referenten sind neben Mitarbeitern des Lehrstuhl in aller Regel erfahrene Praktiker, die in kurzen Impulsreferaten aus ihrer Arbeit berichten und damit die Grundlage für die anschließende offene Diskussion zum Thema des Forums legen.

20. Kriminologisches Forum

am Dienstag, dem 30. Januar 2018, um 18.15 Uhr

im Auditorium maximum

Radikalisierung

Notwendige Differenzierungen für erfolgreiche Prävention und Intervention

 

Begrüßung und kurze Einführung in das Thema

 

Christian Illgner, Kriminologische Zentralstelle, Wiesbaden:

Konzepte, Ursachen und Abläufe von Radikalisierung: Ein Überblick über Forschungsansätze

 

Prof. Dr. Dr. Hauke Brettel, Zentrum für interdisziplinäre Forensik, Universität Mainz:

Primäre und sekundäre Radikalisierung

 

Felix Medenbach, Innenministerium NRW, Düsseldorf

„Staatsschützender Sozialarbeiter“: Erfahrungen aus meiner Arbeit als Ausstiegsbegleiter

 

anschließend Diskussion und Erfahrungsaustausch

ab 20.15 Uhr Gelegenheit zu weiteren Gesprächen bei Getränken und Imbiss in gemütlicher Runde im „BARON“, gleich im Erdgeschoss desselben Gebäudes

 

Frühere Themen:

2017: Hass trifft Helfer - Zahlen und Hintergründe zur Gewalt gegen Funktionsträger des Gemeinwesens

2016: EINSTIEG – UMSTIEG – AUSSTIEG - Ausstiegsprozesse aus kriminellen Karrieren professionell begleiten

2015: Alles eine Frage der Haltung - von einer Grundbedingung erfolgreicher (Interventions-)Arbeit.

2014: Eröffnungsveranstaltung des Zentrums für Interdisziplinäre Forensik an der JGU

2013: Warnschuss? Arrest? Oder Was? - Ein kritischer Blick auf die aktuellen Änderungen im Jugendstrafrecht. Hier finden Sie die Einführung in den Abend von Professor Bock zum Verhältnis von Wissenschaft und Kriminalpolitik. Die dort erwähnte "Mainzer Erklärung zum Jugendstrafrecht" finden Sie hier.

2012: Du Opfer! - Was potentielle Opfer tun können, um möglichst keine zu werden

2011: Mich laust der Affe! Tiere als Mitarbeiter in Jugendhilfe, Strafrechtspflege und Justizvollzug. Hier finden Sie die Präsentation "Hunde, Lamas und Co" von Hans Scholten, Raphaelshaus Dormagen und hier ein paar Bilder des Abends.

2010: Tat- oder Lernort Schule? Möglichkeiten und Perspektiven nachhaltiger Präventionsarbeit an Schulen

2009: Intensivtäter - Sicherheitsrisiko oder Sündenböcke?

2008: Augenhöhe - Phantasie - Konsequenz: Erfolgreiche Interventionen jenseits von "Härte" oder "Milde"

2007: Ey, Alder jetzt hör mir mal zu! - Positive Jugendkultur und gegenseitige Selbsterziehung: Erfahrungen und Chancen für die tägliche Arbeit in Jugendhilfe, Strafrechtspflege und Jugendvollzug.

2006: Sport ist (Mord) mehr. Sport als Prävention und Intervention: Erfahrungen und Perspektiven.

2005: Hart, aber herzlich! – Konfrontative Präventionsarbeit zwischen Wirksamkeit und Verhältnismäßigkeit.

2004: Für alle Fälle: Neue Wege mit der MIVEA – Jugendstrafrechtspraxis in Iserlohn

2002: "Malen, trommeln, flirten" – Kür oder Pflicht in der Arbeit mit Straffälligen?

2001: Was tun mit „rechten“ Tätern? - Gleichbehandlung, Umerziehung oder „volle Härte“

2000: Junkie oder Yuppie? - Anhaltspunkte für einen differenzierenden Umgang mit Drogentätern

1999: Mehmet ist überall! - unkonventionelle Ideen zum Umgang mit ‘kriminellen’ Kindern und Jugendlichen.

1998: Knast - und dann? - Bestandsaufnahme und Ausblick zu Möglichkeiten und Problemen einer engeren Zusammenarbeit zwischen Justizvollzugsanstalten, Bewährungshilfe und Jugend(gerichts)hilfe

 

Das Kriminologische Forum

hat das Ziel, zu aktuellen praxisrelevanten Fragen der Kriminologie, des Jugendstrafrechtes und Strafvollzugsrechtes einen regelmäßigen und ergebnisorientierten, aber informellen und wenig zeitaufwendigen Austausch zwischen den verschiedensten Vertretern aus Wissenschaft und Praxis in Gang zu bringen. In der Vergangenheit hat sich immer wieder gezeigt, daß gerade das informelle Gespräch zwischen Wissenschaft und Praktikern einerseits und auch der Praktiker verschiedenster Berufsgruppen untereinander andererseits vielfach Chancen bietet für schnelle, greifbare Verbesserungen der Zusammenarbeit und der Wirksamkeit der jeweiligen Arbeit im Zusammenspiel der verschiedenen Verfahrensbeteiligten.

Themenschwerpunkte sind dabei: die Zusammenarbeit und bessere Vernetzung zwischen den verschiedenen an Jugend- und Erwachsenenstrafverfahren beteiligten Stellen, Einrichtungen und Berufsgruppen und die Individualisierung aller Maßnahmen und Interventionen mit dem Ziel einer wirksamen und nachhaltigen Beeinflussung des einzelnen Jugendlichen und/oder Straftäters.

Eingeladen sind u.a.:
Vertreter aus dem Bereich der Jugend- und Jugendgerichtshilfe einschließlich sozialtherapeutischer Einrichtungen, Vertreter des Jugend- und Strafvollzuges, der Landesjustizverwaltung, Richter, Staatsanwälte, Rechtsanwälte, Psychologen und Psychiater, Professoren der Universität Mainz und anderer Hochschulen, Doktoranden und Studenten und alle sonstigen Interessierten. Für die Nennung von Anschriften weiterer interessierter Personen oder Einrichtungen sind wir dankbar. Die Teilnahme an den Veranstaltungen des Forums ist auch ohne vorherige Anmeldung, also auch für nicht über den Verteiler eingeladene Interessenten möglich.