FDI Moot Court

 

Seit dem Jahr 2008 veranstaltet das Center for International Legal Studies den „Foreign Direct Investment International Arbitration Moot“ (FDI Moot). Hierbei handelt es sich um einen internationalen Studentenwettbewerb auf dem Gebiet der Investitionsschiedsgerichtsbarkeit. Die teilnehmenden Teams durchlaufen ein simuliertes Schiedsverfahren zwischen einem Investor und einem ausländischen Staat. Die Studierenden arbeiten sich zunächst in den Fall ein und suchen Argumente für beide Parteien. Die mündlichen Verhandlungen auf englischer Sprache finden im Oktober oder November vor einem Gericht bestehend aus renommierten Professoren und Rechtsanwälten statt.

Die Teilnahme am FDI Moot verbessert die juristischen, sprachlichen und interpersonellen Fähigkeiten der Studenten. Erstens müssen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ein bisher unbekanntes, aber sehr spannendes Rechtsgebiet einarbeiten, nämlich das des internationalen Investitionsrechts. Die zu verhandelnden Streitigkeiten ergeben sich aus einer Auslandsinvestition und aus einem Eingriff des ausländischen Staates in die wirtschaftliche Tätigkeit des Unternehmers (z.B. durch Enteignung). Zweitens trainieren die Studierenden das juristische Schreiben und das Vortragen auf Englisch und werden dadurch auf die Anforderungen der juristischen Praxis in der freien Wirtschaft vorbereitet. Drittens arbeiten die Studierenden im Team und lernen, zusammen ein Projekt zu realisieren. Hier wird sehr viel Eigeninitiative und Teamgeist verlangt.

Die Studierenden der Universität Mainz haben bei investitionsschiedsgerichtlichen Moot Courts regelmäßig Erfolge errungen.

Im Jahr 2015 fand der Wettbewerb über mehrere Tage in London statt und wurde vom King's College organisiert. Zur Vorbereitung nahm das Team – wie auch schon das Team im Jahr zuvor - an einem Vorbereitungswettbewerb in Warschau teil. Das Team - bestehend aus Sophie Carow, Susanne Dax, Gianna Pagliaro und Franziska Rothhöft - erreichte in den mündlichen Runden in London das Viertelfinale und schloss mit dem 7. Platz ab. Außerdem wurde der Klägerschriftsatz ebenfalls auf dem 7. Platz geführt, der Beklagtenschriftsatz sogar auf dem 6. Platz. Weiterhin schafften es zwei Teammitglieder auf die Liste der 50 besten Advokaten: Gianna Pagliaro auf Platz 44 und Franziska Rothhöft auf Platz 21. In der Gesamtwertung erreichte das Team schließlich in der Kombination von schriftlichem und mündlichem Teil den 4. Rang von 51 teilnehmenden Teams - ein großer Erfolg!

Alle, die an einer Teilnahme interessiert sind, können sich hier noch Erlebnisberichte aus den Jahren 2015 und 2009/2010 durchlesen.

Der Lehrstuhl Huber betreut jedes Jahr das Team der Universität Mainz und möchte so versuchen noch mehr Studierenden die einmalige Möglichkeit zu geben, an einem Moot Court teilzunehmen. Der Investment Arbitration Moot Court ergänzt damit das Angebot der Universität Mainz an die Studierenden, in einem internationalem Wettbewerb auf Englisch anzutreten. Sie haben die Wahl zwischen der Teilnahme am Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot (ebenfalls vom Lehrstuhl Huber betreut), dem Jessup Moot Court (betreut durch den Lehrstuhl Fink) und schließlich dem FDI Moot Court. 

 

Das FDI-Moot-Team bedankt sich für die finanzielle Unterstützung ganz herzlich bei