I. Die Schwerpunktprüfung an der Universität Mainz

Nach dem am Fachbereich 03 der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz vorgesehenen Modell soll jeder Schwerpunktbereich mit zwei dreistündigen Klausuren sowie einer mündlichen Prüfung abgeschlossen werden. Das zentrale Modell ist das so genannte Kombinationsmodell: Die Studierenden wählen zwei unabhängige Teilbereiche (à 8 SWS), die jeweils mit einer dreistündigen Klausur abgeschlossen werden; außerdem erfolgt in einem Teilbereich eine mündliche Prüfung. Ein solcher Teilbereich ist das Internationale Privat- und Verfahrensrecht. Dieser baut auf der einstündigen Pflichtvorlesung „Grundzüge des Internationalen Privatrechts“ auf, die für alle Studierenden im Rahmen des Pflichtstoffes für das Staatsexamen verbindlich ist (vgl. Anhang A, I, 7 zur JAPO n.F.).

II. Der Teilbereich Internationales Privat- und Verfahrensrecht (neue SPBO)

1. Inhalt

Der Teilbereich Internationales Privat- und Verfahrensrecht soll die Studierenden auf diejenigen Situationen vorbereiten, in denen privat- oder wirtschaftsrechtliche Fälle internationale Aspekte aufweisen, beispielsweise aufgrund der Herkunft der Parteien. Die wichtigsten Fragen sind in diesem Zusammenhang: Welchem Recht unterliegen die betreffenden Rechtsbeziehungen? Die Gerichte welchen Staates wären im Streitfall für die Entscheidung zuständig? Wäre ein ausländisches Urteil im Inland anzuerkennen?

Die einschlägigen Regelungen finden sich heute zu einem großen Teil in europarechtlichen Instrumenten oder in Staatsverträgen. Ergänzend sieht das deutsche Recht entsprechende Regelungen vor. Besondere Beachtung verdient das UN-Übereinkommen über internationale Kaufverträge (CISG), das das auf Kaufverträge anwendbare Recht für inzwischen über 60 Vertragsstaaten weltweit vereinheitlicht hat. Alle drei Bereiche werden in den Vorlesungen behandelt.

2. Lehrveranstaltungen

Der Teilbereich Internationales Privat- und Verfahrensrecht umfasst folgende Lehrveranstaltungen, die in der Regel von Prof. Gruber oder Prof. Huber abgehalten werden:

Der Teilbereich Internationales Privat- und Verfahrensrecht umfasst folgende Lehrveranstaltungen, die in der Regel von oder abgehalten werden:
  • Vorlesung Internationales Familien- und Erbrecht (IPR I)
    (2 SWS, i.d.R. WiSe)

  • Vorlesung Internationales Schuld- und Wirtschaftsrecht (IPR II)
    (1 SWS, i.d.R. SoSe)

  • Vorlesung Internationales Kaufrecht (CISG)
    (1 SWS, i.d.R. SoSe)

  • Vorlesung Europäisches und Internationales Verfahrensrecht
    (2 SWS, i.d.R. WiSe)

  • Übung (1 SWS, i.d.R. jedes Semester; zwei Klausuren im WiSe, eine Klausur im SoSe)

Die Studierenden erhalten in den Vorlesungen jeweils ausführliche Gliederungen, die u.a. dazu dienen, den Prüfungsstoff zu bestimmen. In den Übungen werden Lösungsgliederungen zur Verfügung gestellt. Ergänzend werden Seminare oder Zusatzveranstaltungen zu weiterführenden Themen angeboten.

Für aktuelle Informationen registrieren Sie sich bitte im Reader Plus: Veranstaltung 'Schwerpunktstudium IPR' (3692).

3. Kombinationsmöglichkeiten

Der Teilbereich Internationales Privat- und Verfahrensrecht kann mit jedem Teilbereich der Fächergruppe 2 (vgl. § 2 Abs. 3 SPBO) kombiniert werden (d.h. Deutsches und Europäisches Arbeitsrecht; Europäisches und deutsches Kartell- und Wettbewerbsrecht; Familien- und Erbrecht; Internationales Öffentliches Recht; Kulturrecht; Steuerrecht; Wirtschaft und Verwaltung I).